Waldtagebuch 2016

 

Pfingstmontag, 16.05.16

Der Anhänger wird mit Plumpsklos, Planen und Leiter bepackt. Abends schnell noch eine Nachricht an Gertrud.

„Morgen bitte waldtauglich anziehen. Du darfst mit in den Wald zum Vorbereiten.“ J

 

Dienstag, 17.05.16

Um ca. halb elf machen sich Gertrud, Luuk, Timo und ich auf den Weg in den Wald. Hui, das klappert aber mit der Leiter auf dem Hänger. Ganz schön eng ist es auf dem Waldweg. Bei unserer Waldstation angekommen inspizieren Luuk und Timo zunächst mal das Gelände.

Gertrud und ich bauen die Dächer auf. Das ist gar nicht so einfach, denn die Bäume stehen ja nun mal kreuz und quer im Wald. Ich stehe oben auf der Leiter und Gertrud hält sie fest.

Timo möchte etwas von Gertrud. Gertrud: „Ich kann jetzt nicht, ich halte die Leiter fest.“  Ich: „ Das ist auch gut, denn ich möchte nicht mit Krücken durch den Wald laufen. Timo weißt du was Krücken sind?“ Nee, ich kenn nur Autos, die langsam fahren und die sowieso schon schrott sind und das sind dann lahme Krücken.“

Während wir die Dächer aufbauen schleppen die Jungs die Plumpsklos an ihren Platz. Nun werden noch die Bänder an den Bäumen befestigt. Das ist ein langer Marsch durch den Wald. So, nun wird es Zeit für die Rückfahrt. Können wir es wagen durch den Pudersand zu fahren? Nein, besser nicht. Wir drehen zunächst den Hänger, dann das Auto und dann geht’s zurück in den Kindergarten.

Abends muss noch der große Wagen in den Wald transportiert werden. Der steht noch bei der Mühle in Veldhausen. Dort habe ich mich mit Annette verabredet, die mit dem Trecker kommen will. Vorher hole ich noch Fritz ab, der sich gut mit dem Wagen auskennt. Nachdem wir alle bei der Mühle eingetroffen sind gibt’s ein Problem. Am Trecker ist keine Ackerschiene und ohne Ackerschiene können wir den Wagen nicht transportieren. Also fahren Annette und ich zu ihr nach Hause und holen die Schiene. Henri, Gardis und Arne, die auch dabei sind bleiben bei Fritz. Irgendwann sind wir dann startklar. Der Wagen ist hinter dem Traktor und die Fahrt kann losgehen. Beim Wald angekommen schneide ich erstmal mit einer Astschere den Weg etwas frei, so dass der Wagen ohne Blessuren zu bekommen durch den Weg gefahren werden kann. Wir finden einen guten Platz, Klötze drunter. Fertig. Wo sind eigentlich Arne, Gardis und Henri? Die streunen irgendwo durch den Wald und trudeln nach lautem Rufen wieder ein. Jetzt aber schnell nach Hause, denn es ist schon bald 21 Uhr.

 

Mittwoch, 18.05.16

Wir sind sehr gespannt was uns am heutigen Tag so erwartet. Für viele Kinder sind es die ersten Waldtage. Nach einem Morgenlied begrüßt uns Charlotte (Handpuppe) im Wald. Sie kennt sich gut aus mit Waldregeln und hat einige Bildkarten dazu in ihrem Rucksack. Auf einer Karte ist ein Mund abgebildet der durchgestrichen wurde. Was hat das Bild zu bedeuten. Henri: „Küssen verboten.“ Ähm naja, küssen ist schon erlaubt. Es bedeutet eher, dass man keine Dinge aus dem Wald in den Mund stecken soll.

Nach dem Morgenkreis machen sich alle Kinder, die bisher noch nicht bei den Waldtagen dabei waren, mit Fenni und Heidi auf Erkundungsreise durch den Wald.

Viele Kinder picknicken zunächst und lassen es sich gut schmecken.

Es wird heute schon viel geklettert. Mareen und Tamina wagen sich schon hoch in den Baum hinaus.

Einige Kinder haben Lupen dabei und so manche Ameise steht unter strenger Beobachtung.

Hin und wieder wird auch mal jemand vermisst. Dann machen sich Suchtrupps auf und die Verschollenen werden schnell gefunden.

Im weißen Sand legt Mirjam mit einigen Kindern ein riesiges Bild aus Zapfen.

Auch hinten am anderen weißen Berg wird sehr intensiv gespielt und einige entdecken sogar zwei Rehe.

Irgendwann meint Luka: „Ich möchte ein Eis.“ Ich: „Wie kommst du denn da drauf?“ „Auf den Fotos hatten die Kinder auch Eis.“ (Gestern haben wir uns einige Waldfotos vom Vorjahr angeschaut.) Mal abwarten ob der Eiswagen in diesem Jahr kommt.

Übrigens, wir haben in diesem Jahr sogar eine Waldglocke.

So um 11.30 Uhr erklingt sie und allen Treffen sich zum Abschlusskreis. Jetzt dürfen alle nochmal ihre Trinkflasche holen. Wir singen das Lied von den Waldregeln und einige Kinder erzählen von ihren Erlebnissen.

Dann ist Abholzeit und so nach und nach wird es leiser im Wald.

Das Wetter war heute super. Wir konnten ohne Jacke durch den Wald stromern.

 

Mittwoch, 19.05.16

Die Sonne ist schon putzmunter heute Morgen und zeigt sich von ihrer besten Seite.

Mirjam ist heute leider krank. Hoffentlich hat sie sich nicht einen Waldvirus eingefangen.

So eine Waldglocke ist super. Einmal bimmeln und schon sind alle da.

Nach dem Morgenlied spielen wir Tigititack der Tausendfüßler. Zuerst sind die Schuki – Mädchen dran, dann die Maxis…Die großen Jungs, die neben mir sitzen fangen an zu maulen. „Immer kommen die Jungs zuletzt.“ Ich erkläre die Bedeutung von „Ladys First“ und gebe das Beispiel, dass ein Mann eine Frau auch erst durch eine Tür gehen lässt und er dann ein Gentleman ist. Das überzeugt die Jungs nicht so ganz. Daran müssen wir wohl noch arbeiten. Letztendlich kommen sie natürlich auch noch an die Reihe.

 Kira geht mit den Schmetterlingsexperten los um eine Raupenstation zu gestalten.

Marie bekommt heue Besuch von ihrer Lehrerin. Sie möchte mit den Kindern einen Barfußpfad bauen.

Ich habe heute die Aufsicht am anderen weißen Berg. Dort picknicken wir erst mal. Manche Kinder machen es sich auf der Decke gemütlich. Andere versetzt die Anwesenheit der neugierigen Ameisen in Stress. Ralph teilt sich das Frühstück auf. Eine Hälfte hat er im Lager gegessen, die andere Hälfte isst er bei mir.

„Ich liebe die Waldtage.“ ruft Anna K. oben vom Berg. (Anna, ich auch J).

Es ist ein kommen und gehen. Manche Kinder verweilen länger, andere schauen nur kurz vorbei.

Irgendwann löst Heidi mich ab. Ich schaue kurz beim Lager vorbei und mache mich dann mit Tamina, Anna, Lotta und Lina auf den Weg. Sie möchten gerne in den Hexenwald. Der ist nur leider in diesen Tagen noch verboten. Also erforschen wir mal das Gebiet hinter dem Sandberg. Dort ist es auch sehr spannend. Da gibt es noch Plätze wo die Kinder noch nicht waren. Dort steht auch immer noch der alte Heuwender. (Der stand dort vor 19 Jahren auch schon). Es geht bergauf und herunter. Danke Lotta, dass du extra den Berg wieder hochläufst um mir hinunter zu helfen. An der Stelle, wo es hinunter in den Hexenwald geht schlage ich vor doch kurz zu gucken ob die Baumwippe da noch liegt. Begeistert flitzen die Kinder hinunter. Juhu, sie ist noch da und wippt perfekt. Aua! Oh wer weint da? Lina hat sich den Fuß geklemmt. Mit vereinten Kräften schleppen wir einen querliegenden Baumstamm zur Seite.

Nanu, hier liegt ein Band, da noch eins, da noch eins. Wer hat denn bloß die Bänder alle abgerissen? Marie hat die Übeltäter erwischt. Das gibt Ärger. Auch die Dinos dürfen nicht so einen Blödsinn machen.

Mittags möchte ich mir ein Buch mit den Delfin – Schukis anschauen. Wir setzten und gemütlich unters Dach. Oh, hier kann man es nicht aushalten, lauter Fliegen o.ä.. Wir ziehen hinter den Berg und die Kinder setzen sich auf einen Baumstamm. Wir schauen uns das Buch vom „Wachsen und Werden“ an. Es geht um die Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling.

Die anderen Kinder machen ein Spiel. Mittags sind viele ganz schön erschöpft.

Wir sind ganz begeistert wie gut auch unsere Minis im Wald klar kommen.

 

 Freitag, 20.05.16

 

Heute Morgen ist es bewölkt.

Mirjam ist leider immer noch krank. Marie muss heute zur Schule und holt ihre Prüfungsaufgabe ab.

Emma kommt heute Morgen mit einer großen Kiste angelaufen. Was ist da denn drin? Sechs Maikäfer, die hat Emmas Papa gefangen. Sie sollen heute im Wald frei gelassen werden. Super, da haben wir ja im Morgenkreis was zu gucken.

Eine SMS, Ralph kommt heute nicht. Er ist noch soo müde von den letzten zwei Tagen. Das glaub ich gern.

Ich mache mich mit einigen Kindern von der Straße aus auf den Weg. Wir hören den Zug und unterhalten uns darüber. Ich: „Vielleicht bringt der Zug Müll nach Holland.“ (zur Verbrennungsanlage). Matti: „Was wollen die in Holland mit dem ganzen Müll.“

Bei unserem Waldlager angekommen ist die Kiste mit den Maikäfern schon leer. Sie  freuen sich bestimmt über die wieder gewonnene Freiheit. Gestern Abend hat es ein bisschen genieselt. Der Wald riecht gut.

Im Morgenkreis machen wir eine Reise mit den Zwergen. Oh, wo wollt ihr denn alle hin? Eine riesige Kinderschar macht sich mit Taschen bepackt auf den Weg zum anderen weißen Berg um dort zu frühstücken.

Was braucht man um Auto fahren zu können? Einen Lenker. So sitzen nun einige Kinder im Sand und nutzen Stöcker als Lenkräder und rasen durch die Gegend.

Mareen macht sich mit einer riesigen Kinderschar, ca. 25 auf eine Wanderung. Sie weist mehrmals darauf hin, dass es eine lange Wanderung wird. Das schreckt die Kinder nicht ab. Alle wollen mit. Ich gehe hinterher, falls doch einige eher umkehren möchten. Wir wandern am Maisfeld entlang. Alle passen gut auf, dass nicht auf die Pflanzen getreten wird. Unterwegs sehen wir so manchen Ameisenhügel. Was ist wenn der Hügel immer größer und größer wird? Dann wird der Acker des Bauern immer kleiner. Irgendwann kommen wir am Waldweg an. Dort trennen sich unsere Wege. Mareen will ja weit wandern und viele Kinder gehen hinterher. Einige bleiben bei mir und wir gehen zur Waldstation. Kurze Zeit später ist große Aufregung. Die Kinder, die mit Mareen gelaufen sind haben eine tote Taube gefunden.

Luuk ist überzeugt, dass ein Fuchs der Übeltäter war. Mareen hat ein Foto gemacht. Ohjeh, die arme Taube.

Fenni ist im auf Spurensuche. Sie sucht Anna K., Tamina, Lina und Mareen. Sie entdeckt sie in der Ferne. Na, die sind aber ein bisschen weit gelaufen. Bis Gerrits haben wir das Gebiet ja nun nicht eingegrenzt. Anna; „ Wir drehen um, sonst gibt´s Ärger.“ Da könntest du recht haben. J

Im Abschlusskreis werden einige Tierrätsel gelöst. Und dann heißt es: „Hoch die Hände, Wochenende.“

Heute bleibt es bewölkt und es gibt einen kurzen Regenschauer. Am anderen weißen Berg war es frisch und windig.

 

Termine

25.10.2016        Laternenbasteln für Krippeneltern

05.11.2016        Laternenumzug zum Hüttenzauber beim Bauernmuseum

21.11.2016        Studientag für die Mitarbeiter (Die Kita ist an diesem Tag geschlossen)

03.+04.12.2016  Weihnachtsmarkt in Veldhausen

Kircheninformationen-

 30.11.2016 Kindergartengottesdienst um 11.00 Uhr